Die erste Bekanntschaft mit dem Tierarzt haben die Welpen hoffentlich zur Eingewöhnung und wir drücken jedem die Daumen, dass zuvor der Tierarzt nicht gebraucht wird. Ansonsten ist der nächste Besuch zur Impfung. Welpen erhalten ihre Grundimmunisierung im Abstand von 4 Wochen. Die erste Impfung bekommen sie in der Regel mit 8 Wochen in dem zu Hause, in dem sie groß werden. Die zweite Impfung erhalten die Welpen mit 12 Wochen. Meistens sind sie dann bei ihren neuen Besitzern schon zu Hause. Die nächste Auffrischung ist dann ein Jahr später. Es ist wichtig, dass diese Zeitfenster eingehalten werden, da sonst keine Abwehr ordnungsgemäß aufgebaut werden kann. Bei der Tollwutimpfung kann es zu Abweichungen vom hier beschriebenen Impfschema kommen.

Das große Kennenlernen
Meistens geht man erst dann zum Tierarzt, wenn der Hund etwas hat oder braucht. Sprich er ist krank oder benötigt seine Impfung. Wir empfehlen jeden Züchter und Welpenbesitzer den ersten Kontakt mit der Tierarztpraxis ohne einem negativen Erlebnis zu verbinden. Denn, der Hund lernt oft kontextspezifisch. Ihm geht es nicht gut, es riecht nach Arztpraxis, fremde Menschen fassen ihn an, der Schmerz nimmt zu. Aus dieser Perspektive braucht man sich nicht wundern, dass alle Hunde gestresst sind, wenn sie den Tierarzt nur von der Ferne riechen.
Es kann jedoch auch schön sein: ein Gang mit den Geschwistern in die Tierarztpraxis ist das Erobern eines neuen Spielplatzes. Am besten ihr vereinbart ein Termin, wo keiner sonst da ist. Die Welpen können schnüffeln und toben und die erste Erfahrung auf dem Tisch mit Menschen in Kitteln und mit Leberwurst machen.
Wir haben unsere Welpen dann tatsächlich auch zu Hause gechipt und geimpft, damit sie mit diesem einen tollen Besuch beim Tierarzt in ihr neues zu Hause ausziehen können. Im neuem zu Hause geht man dann am besten mindestens 3 oder 4 Tage vor dem Impftermin in die Tierarztpraxis. Man kann sich vorstellen, den Welpen mal wiegen und die Wurmkur abholen, welche 2 bis 3 Tage vor der Impfung fällig ist. Somit hat der Welpen zwei Besuche in dem Geruchsumfeld und lernt die Menschen kennen, ohne, dass es mit unangenehmen Erfahrungen verknüpft wird.
Die Impfung
Der Impftermin ist da, es ist so weit. Was wird passieren? Euer Tierarzt wird euch fragen, wie es geht und euren kleinen Schatz untersuchen. Dazu zählt das Auslesen des Chips, Augen, Ohren und Zahnkontrolle. Es wird abgehorcht und Temperatur gemessen. Gerade das Temperatur messen könnt ihr auch zu Hause üben, damit es bekannt ist und nicht dazu führt, dass der Ort komisch wirkt.
Dann kommt der kleine Piecks. Die einen Jaulen und Schreien, die anderen stecken es solide weg. Rennt nun nicht gleich aus der Arztpraxis, gebt eurem Welpen Gewissheit, dass alles gut ist und bedauert ihn nicht. Jetzt könnt ihr auch noch eure Fragen an die Ärzte stellen und euch beispielsweise beraten lassen zum Zecken- und Flohschutz.
Der nächste Termin
Wenn ihr es richtig toll machen wollt, geht ihr ein paar Tage später auf eurem Spaziergang wieder mal zur Arztpraxis. Steckt den Kopf durch die Tür und sagt Hallo. Euer Hund wird eventuell genug schlechte Erfahrungen sammeln in der Praxis, gebt ihm eine solide Basis, dass der Ort “ok” ist und nicht Leid bedeutet. Jedoch wünschen wir allen Lesern, dass Eure Vierbeiner nie den Tierarzt, außer zum Impfen, Entwurmen und Abholen von Zecken- und Flohschutz, benötigt.

Auch Eure Tierarztpraxis wird sich freuen, wenn sie euren niedlichen Welpen oder auch später Großhund zu Gesicht bekommen, ohne dass er krank ist oder geimpft werden muss. Also, schaut unregelmäßig regelmäßig mal bei eurem Tierarzt vorbei.
Alles Gute und bleibt gesund.