Tiergestützte Pädagogik

Tiergestützte Pädagogik meint die methodische Zuhilfenahme eines Tieres im pädagogischen Arbeitskonzept. Hierbei können Tiere sowohl in der Erwachsenenbildung und Kompetenzentwicklung als auch bei der individuellen Förderung von Kindern eigesetzt werden. Die emotionale Unterstützung eines Tieres kann gelenkt auch bei Gesprächen und Anhörungen einen pädagogischen Wert haben.

Funktionsweise

Tiere können, vor allen bei Kindern, emotionale Lücken erreichen und schließen. Der Umgang in tiergestützten Interventionsmaßnahmen kann das Selbstbewustsein stärken, die Wahrnehmungsfähigkeit und Selbstreflexion verbessern sowie Motorik, Konzentration und Aufmerksamkeit schulen. Das Tier ist ein guter Zuhörer und es ist authentisch. Es erlangt oftmals vor dem menschlichen Fachpersonal das Vertrauen der Klienten und kann somit als Türöffner und Vermittler dienen. Darüber hinaus helfen Tiere dabei Emotionen erlebbar zu machen, was bei der individuellen Entwicklung unterstützend wirken kann.

Mögliche Arbeitsfelder

Tiergestützte Pädagogik kann sowohl in Einzelsettings als auch in sozialen Einrichtungen etabliert werden. Es besteht die Möglichkeit, dass ein Pädagoge oder Sozialarbeiter ein Tier führt und methodisch in manch Bereichen oder bei manch Klienten einsetzt. Es ist auch vorstellbar, dass Einrichtungen, z. B. Kinderwohnheime, Tiere halten und den Alltag der Kinder mit den Tieren gestaltet. Hier wäre z. B. die Schulung von Verantwortung ein Themenbereich. Es können Übungen, Gespräche und Alltag mit dem Tier gestaltet werden.

Pädagogikbegleithund

Die Bezeichnung eines Hundes, welcher von einem Pädagogen/Sozialarbeiter geführt wird, nennt man auch Pädagogikbegleithund. Die Ausbildung des Tieres lässt hierbei auf den Grundberuf des Menschen schließen und die Fachperson kann in ihrem Tätigkeitsprofil die vielen Vorteile des Hundes methodisch und tierschutzgerecht anwenden.

Schulhund

Der Schulhund ist der private Hund eines Lehrers oder einer Lehrerin, welcher gezielt in den Unterricht integriert wird, um den Schulunterricht erlebbar zu gestalten. Der Hund kann über Aufgabenablehnung hinweghelfen, zu einem besseren sozialen Umgang anregen oder auch als Motivator und Sicherheitsanker dienen z. B. als Vorlesehund.