Assistenzhund

Assistenzhunde sind speziell ausgebildete Hunde, welche für ihren Menschen als Unterstützer im täglichen Leben zum Einsatz kommen. Sie werden je nach Aufgabenübername bezeichnet als:
– Behindertenbegleithunde, wie dem Servicehund, Blindenfürhund oder Gehörlosenhilfshund
– Warn- und Anzeigehunde, z. Bsp. für Krankeiten wie Diabetis, Epilepsie und Narkolepsie – Familiensozial- bzw. Rehasozialhunde

Behindertenbegleithunde

Diese Hunde begleiten ihren Menschen und übernehmen für ihn Tätigkeiten, die der Halter aufgrund seiner Behinderung schwer bis gar nicht mehr übernehmen kann. Er stellt eine Erleichterung im Alltag dar, indem er z. B. Gegenstände aufhebt, auf akustische Signale wie dem Türklingeln hinweißt oder den erblindeten Menschen um Gefahren drum herum führt. Der Hund wird individuell nach den Bedürfnissen der beeinträchtigten Person ausgebildet. Dies heißt für den Menschen einen Gewinn an Selbstständigkeit und stellt für die Familien eine Entlastung dar.

Warn- und Anzeigehunde

Die beeinträchtigte Person und deren Familien erhalten einen Zugewinn an Sicherheit duch einen Warn- oder Anzeigenhund. Dieser ist je nach Situation und individueller Veranlagung dazu in der Lage einen Anfall vorherzusagen (wenn nicht sogar zu verhindern) oder bei einem Anfall Hilfe zu leisten. Die Hilfeleistung kann je nach Krankheit und individueller Veranlagerung aktiv sein (z. B. Aufwecken, Abschirmen, Medikament bringen) oder passiv ( Hilfe holen).

Rehasozial- und Familiensozialhunde

Der Familiensozialhund ist vereinfacht gesagt ein gut sozialisierter und auf den hilfebedürftigen Menschen bezogener Hund. Was ihn zum Assistenzhund macht? Zur Veranschaulichung zwei Besipiele:

Ein sensibles Kind mit besonderen Förderungsbedarf zieht mit den Eltern um. Diese müssen ihren Berufen nachgehen, das Kind geht in eine neue Schule. Ein Hund kann bei Kindern tief verankerte Emotionen ansprechen und diese ausfüllen. Gerade zu heutigen Zeiten, wo so viel Druck auf den Familien lastet, ergibt sich für das Kind ein ständig präsenter Vertrauter. Es kann ihm alles erzählen ohne Angst vor Voruteilen haben zu müssen. Der Hund wird nie ungeduldig und kann sich die Zeit nehmen. Das Kind erhält einen Ruhepool und kann eine weitere sichere Bindung eingehen. Mit Übernahme kleiner Aufgaben wächst das Selbstbewustsein und das Verantwortungsbewustsein des Kindes.

Eine erwachsene Person hat Angstzustände in Kontakt mit fremden Menschen oder öffentlichen Räumen. In Begleitung des Hundes traut die Person sich am sozialen Leben teilzuhaben und kann alltägliche Dinge wie einkaufen bewältigen. Warum? Weil der Hund ein Unterstützer ist. Er macht Mut und lenkt ab. Sowohl der Besitzer ist abgelenkt, da er sich um seinen Hund kümmern kann, als auch Fremde konzentrieren sich ehr auf den Hund, weshalb die Person nicht im (unerwünschten) Fokus steht.